
Psychische Gesundheit und Körpererleben von Mädchen* und jungen Frauen*
Was macht uns stark?
Sowohl die Praxis als auch aktuelle Studien zeigen: die psychische Belastung von Mädchen* und jungen Frauen* hat sich auf eine mal armierend hohen Niveau eingependelt, wobei besonders hohe Zahlen bei Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Essstörungen zu beobachten sind.
Die mentale Gesundheit von Mädchen* und jungen Frauen* wirkt sich auch auf deren Körper aus und wird zudem bedingt durch prekäre Lebensrealitäten, (Mehrfach-)Diskriminierung,gesellschaftlichen Krisen und weitere Faktoren, die miteinander in Wechselwirkung stehen.
Pädagogische Angebote der Mädchen*arbeit sind entscheidend, um präventiv zu arbeiten, geschlechter-spezifische gesundheits- und resilienzstärkende Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe zu implementieren und Mädchen* und junge Frauen* in ihrer(Geschlechts-)Identitätsentwicklung stärkend zu begleiten.
Gleichzeitig ist – auch im Hinblick auf eine angespannte Personalsituation in der Sozialen Arbeit – die mentale Fürsorge der Fachkräfte von großer Bedeutung.

Dieses Projekt wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
Projektlaufzeit:
Juli 2026 – Dezember 2027
Zielgruppe:
Ehrenamtliche und Fachkräfte, die mit Mädchen*
und jungen Frauen* arbeiten (z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe, Bildung,
Beratung, …) und Interessierte
Projektleitung: Lilli Weber
Kontakt: weber@lag-maedchenpolitik-bw.de
Es gibt die Möglichkeit sich durch Nachricht an Lilli Weber in den Mailverteiler zum Projekt eintragen zu lassen. Über den Verteiler werden Veranstaltungsankündigungen und weitere Informationen aus dem Projekt geteilt.
Hier sind immer aktuelle Informationen zum Projekt zu finden.
2. Laufzeit des Projekts
Die geplanten Bausteine des Folgeprojekts (ab Juli 2026) sind:
1. Laufzeit des Projekts
Die erste Laufzeit des Projekts „Psychische Gesundheit und Körpererleben von Mädchen* und jungen Frauen* - Was macht uns stark?“ endete im Juni 2026. Durch eine Projektverlängerung bis Ende 2027 kann das Projekt jedoch nahtlos weitergeführt werden.
Die zentralen Inhalte und Veranstaltungen sowie Informationen der ersten Projektlaufzeit finden sich hier:
Projektlaufzeit:
April 2025 – Juni 2026
Zielgruppe:
Ehrenamtliche und Fachkräfte, die mit Mädchen*
und jungen Frauen* arbeiten (z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe, Bildung,
Beratung, …) und Interessierte
Projektleitung: Lilli Weber
Kontakt: weber@lag-maedchenpolitik-bw.de
Es gibt die Möglichkeit sich durch Nachricht an Lilli Weber in den Mailverteiler zum Projekt eintragen zu lassen. Über den Verteiler werden Veranstaltungsankündigungen und weitere Informationen aus dem Projekt geteilt.
Berufsbegleitende Weiterbildung in drei Modulen
Von September 2025 bis Mai 2026 fand für insgesamt 20
Teilnehmende die Weiterbildung „Was macht uns stark? Psychische Gesundheit und
Körpererleben von Mädchen* und jungen Frauen*“ statt. Das Angebot der
Weiterbildung richtete sich an weibliche*, trans*, inter* und nicht-binäre
haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, die mit Mädchen* und jungen Frauen*
arbeiten (Kinder- und Jugendhilfe, Bildung, Beratung, usw.).
Inhaltlich nahm die Weiterbildung unter anderem Bezug auf:
Digitale Reihe: Fünf kostenlose Online-Veranstaltungen
Im Rahmen des Projekts fanden insgesamt fünf kostenlose online-Veranstaltungen statt. Die Veranstaltungen konnten unabhängig voneinander besucht werden und fanden bis Juni 2026 via Zoom statt. Die Veranstaltungen richteten sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit Mädchen* und jungen Frauen* arbeiten (z.B. Kinder- und Jugendhilfe, Bildung, Beratung, …) sowie Interessierte.

18.07.2025
1. „Wann bin ich gesund?“
Intersektionale Perspektive auf Gesundheit und Wohlbefinden von
Mädchen* und jungen Frauen*
mit Amina El-Gamal
17.10.2025
2. (keine) Angst vor dem großen Schrecken
– Sicherheit finden im Umgang mit Trauma
mit
Annkatrin Klüte
27.04.2026
3. „Essen?
Brauch ich nicht!“
Riskantes Essverhalten und Essstörungen im
Jugendalter verstehen
mit Regine Kottmann
20.05.2026
und weiterer struktureller Diskriminierung auf
die (psychische) Gesundheit mit
Souzan AlSabah
19.06.2026
und Suizidalität bei Mädchen*
mit
Diana-Franziska Schöllhuber
Handreichung:
„Psychische
Gesundheit und Körpererleben von Mädchen* und jungen Frauen* - Impulse für eine
intersektionale, geschlechterreflektierte und ressourcenorientierte Praxis“
Diese Handreichung soll als Einstieg in die Themen psychische Gesundheit, Körpererleben sowie psychische Belastungen und Erkrankungen aus einer geschlechterreflektierten Perspektive dienen und für diese sensibilisieren. Sie bietet Denkanstöße zur Auseinandersetzung mit Fragestellungen zu diesen Themen und hat zum Ziel, einen intersektionalen, geschlechtersensiblen und machtkritischen Blick dahingehend zu schärfen.
Der erste Teil dieser Handreichung ist in Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen entstanden, die in unterschiedlicher Form an dem Projekt mitgewirkt und ihre Expertise geteilt haben. Die Handreichung soll das im Rahmen des Projekts zusammengetragene Wissen bündeln und nachhaltig zur Verfügung stellen. Sie beleuchtet ressourcenorientierte sowie diskriminierungssensible Handlungsoptionen und trägt so zur Stärkung der Haltung und Handlungssicherheit von Fachkräften und Ehrenamtlichen bei, die in unterschiedlichen Bereichen mit Mädchen* und jungen Frauen* arbeiten.
Der zweite Teil der Handreichung besteht aus
Textbeiträgen, die im Rahmen des Projekts in Schreibwerkstätten entstanden
sind. Sie wurden von Mädchen* und jungen Frauen* im Alter von 9 bis 18 Jahren
geschrieben. Auf diese Weise sollen auch sie mit ihren Gefühlen, Erfahrungen
und Meinungen rund um psychische Gesundheit und Körpererleben zu Wort kommen.
Handreichung in gedruckter Form per E-Mail anfordern: weber@lag-maedchenpolitik-bw.de
oder über den folgenden Button (öffnet das Mailprogramm):
Mädchen* und junge Frauen* haben viel zu sagen – ihre Stimmen werden jedoch oftmals nicht gehört. Das trifft insbesondere Mädchen* und junge Frauen*, die neben geschlechts- und altersspezifischer Diskriminierung noch weitere Marginalisierungserfahrungen machen. Partizipation ist ein Grundprinzip feministischer Mädchen*arbeit. Gleichzeitig stellt die gesellschaftliche und politische Beteiligung junger Menschen einen gesetzlichen Auftrag dar. Auch die Kinder- und Jugendhilfe hat die Aufgabe alle jungen Menschen „entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen“ (§8 Abs. 1 SGB VIII). Dafür ist es wichtig Mädchen*stimmen eine Plattform zu bieten, sodass sie gehört werden. Mädchen* sind Expertinnen ihrer Lebenswelten und es gilt, sie als solche ernst zu nehmen.
Im Rahmen des Projekts haben wir in Kooperation mit Alex Vogel,
Sozialarbeiterin und Wortkünstlerin, ein Konzept für eine Schreibwerkstatt
entwickelt. Das Konzept liefert Anregungen und Methoden für Fachkräfte, um sich
gemein-sam mit Mädchen* und jungen Frauen* auf kreative Art und Weise mit den
Themen (psychische) Gesundheit und Körpererleben sowie psychische Belastungen
und Erkrankungen auseinanderzusetzen.
Handreichung in gedruckter Form per E-Mail anfordern: weber@lag-maedchenpolitik-bw.de
oder über den folgenden Button (öffnet das Mailprogramm):